Im Flow mit zai Golf

Im Flow mit zai Golf

zai Golf bereitet derzeit für die neue Saison eine Reihe von speziellen  Erlebnistagen für das Putten vor, inklusive professionellem Putter-Fitting. Wir sprachen mit Cheftrainer Olivier Widrig über die mentale Vorbereitung, die Vorbereitung zum Abschlag und wie man es „in den Flow“ schafft.


Was können die Leute erwarten, wenn sie zum ersten mal an einer Putting clinic von zai teilnehmen?

Zuerst wollen wir einfach nur entspannen und uns gegenseitig ein wenig kennen lernen. Putting ist etwas sehr Persönliches. Darum ist es wichtig, dass man zuerst die Person kennenlernt, mit der man ein oder zwei Stunden gemeinsam verbringen wird. Es ist wichtig, dass man nicht nur ein Gespür dafür entwickelt, mit was für einem Golfspieler man es zu tun hat, sondern auch, wie die Person tickt. Denn letztendlich bestimmt das die Art der Zusammenarbeit.

Worauf legen Sie bei diesem ersten Kennenlernen wert? Was möchten Sie erfahren?

Im Idealfall wollen wir herausfinden, auf welchem Level der Golfer spielt und wo er hin möchte. Die Leute kommen mit sehr unterschiedlichen Anforderungen zu uns. Das kann ein Skratchspieler oder jemand mit einem Handicap von 36 sein. Manche spielen nur zum Spass oder zur Entspannung, während andere um des Wettbewerbs willen spielen oder ein bestimmtes Niveau erreichen wollen, um mit Kollegen oder Kunden mitzuhalten. Wir versuchen möglichst früh die wichtigsten Stärken und Schwächen einer Person herauszuarbeiten, damit wir wissen, wo wir ansetzen müssen. Dies alles sind wichtige Fragen und viele davon kann man bereits im ersten Gespräch klären.

Es gibt also keinen einheitlichen, „einen für alle“ Ansatz?

Manche Golftrainer setzen tatsächlich auf einen einheitlichen Ansatz. Aber hier bei zai glauben wir, dass der Spieler vor der Lehrmethode steht. Vielleicht hat man selbst eine bevorzugte Methode, aber man muss erst herausfinden, wie viel man davon bei jedem einzelnen Spieler anwenden kann. Das Tolle am Putting ist, dass man eigentlich viel Raum für persönlichen Stil hat. Wenn man mit jemandem arbeitet, der seit 30 Jahren auf dieselbe Art und Weise puttet, dann ändert man das nicht an einem Nachmittag. Meist ist es dann besser, mit dem zu arbeiten, was man hat: es zu optimieren und sich dann auf andere Aspekte zu konzentrieren, wie zum Beispiel die geistige Haltung.

Wie trainiert man jemanden mental, damit er ein besserer Putter wird?

Es geht darum, der Person zu helfen, in den Flow zu kommen. Ein grosser Teil davon besteht darin, an der Vorbereitung zum Abschlag zu arbeiten. Das, was man im Vorfeld des Abschlags tut, kann genau so wichtig sein, wie der Abschlag selbst. Top-Spieler haben solide Routinen für die Vorbereitung ihres Abschlags parat, an die sie sich stoisch halten, während weniger erfahrene Spieler oft nervös vor einem grossen Abschlag werden und dann anfangen zu tüfteln und zu überlegen und dabei unterschiedliche Dinge tun. Es geht also darum eine Routine zu entwickeln, die für einen arbeitet und dabei hilft in den Flow zu kommen. Eine konsequente Routine gibt uns mentale Wegweiser, damit unser Geist weiss, dass wir jetzt gleich putten werden. Das hilft dabei zur Ruhe zu kommen und sich auf den Flow zu konzentrieren, eine mentale Phase, in der das Selbstvertrauen am höchsten ist.

„Es ist erstaunlich, wie oft man den ‚Aha’-Moment erlebt, wenn etwas Klick macht und die Leistung sich dramatisch verbessert.“

Was ist, wenn sich jemand wirklich schwer damit tut, in seinen Flow zu finden?

Eine kleine, positive Bestärkung kann schon viel ausmachen. Sehr gute Spieler kann man härter rannehmen, weil sie gefordert werden wollen. Aber die meisten Amateur-Spieler reagieren besser auf die Stärkung des Selbstvertrauens. Wenn man anfängt daran zu glauben, dass man den Putt gut kann, dann schafft man ihn auch. Um Selbstvertrauen aufzubauen, setzen wir wenige, aber erreichbare Ziele, wie zum Beispiel 20 kurze Putts zu machen. Wenn man erst einmal hört, wie der Ball 20 mal ins Loch fällt, dann wird es langsam zur Routine. Scheint einfach, aber psychologisch kann es sehr effektiv sein.

Sie bieten auch Erlebnistage für das Putten in Gruppen an. Wie funktioniert das?

Die Durchführung von Erlebnistagen für Gruppen ermöglicht es uns, eine realistischere Spielumgebung zu simulieren und hilft den Spielern zu lernen, wie man unter Druck spielt. Wir richten einfache Wettbewerbe und Teamspiele aus, bei denen sie vielleicht sogar um kleinere Geldpreise spielen. Jemand, der sich sonst ganz sicher fühlt, kann ganz schön nervös werden, wenn man ihm sagt, dass es beim nächsten Schlag darum geht, 50 Franken zu gewinnen oder zu verlieren. Das ist es, worum es beim professionellen Golf überhaupt geht. Jeder Profi kann putten, aber kann er es auch, wenn es bei einem Schlag um ein paar Millionen Dollar geht? Beim Putten geht es darum zu lernen, wie man unter Druck nicht einbricht. Die Putting Clinics für Gruppen kommen sehr gut bei Firmenkunden an, weil sie überall durchgeführt werden können und eine gute Möglichkeit bieten, Teams auch ausserhalb der üblichen Arbeitsumgebung zusammen zu bringen.

Sie versuchen also, die Spieler ein wenig aus ihrer Komfortzone zu locken?

Nach und nach, auf eine positive Art und Weise, ja. Die soziale Dynamik auf dem Putting-Green schafft einen Mikrokosmos in der Aussenwelt und hier kann man in der Gruppenarbeit durchaus neue Wege beschreiten. Zum Beispiel bitten wir die Spieler gegen ihren Chef zu spielen, einfach nur um ein wenig Spannung zu erzeugen. Das Golfspielen bringt einem Bescheidenheit bei, denn man kann es nicht dauernd kontrollieren. Wenn Sie ein CEO sind, der ständig Höchstleistungen von sich und seinen Leuten abruft, der Kontrolle über jeden Aspekt seines Tages ausübt, dann können Sie diese Geisteshaltung nicht mit auf den Golfplatz bringen. Das würde Ihrem Spiel nicht gut tun. Sie müssen lernen, zu akzeptieren, dass nicht jeder Schlag Ihrem Willen folgt.

Für wen wurden die zai Putting Erlebnistage entwickelt?

Wir arbeiten mit allen Spielern, egal ob Anfänger oder Profi. Eigentlich mit jedem, der sein Putting verbessern möchte. Das Tolle am Golfsport ist, dass er sehr inklusiv ist. Man kann sich auf jedem Level engagieren und trotzdem immer dabei etwas lernen. Sogar in gemischten Gruppen können alle zusammen arbeiten und mit Freude ihr Spiel verbessern. Beim Putten ist es sogar egal, ob es drinnen oder draussen stattfindet. Daher eignen sich die zai Erlebnistage sowohl als Incentives für Arbeitgeber und Eventveranstalter, aber eben auch für Privatpersonen. Wir bringen alle Geräte mit, die man benötigt, einschliesslich der gesamten Palette an zai senda Puttern, und wir bieten individualisierte Putter-Fittings an, so dass Sie den Putter erhalten, der für Sie genau richtig ist.

Wie sehr können sich die Spieler in einer einzigen Sitzung verbessern?

Wenn jemand offen und bereit ist zu lernen, kann man wirklich schnell Ergebnisse erzielen. „Es ist erstaunlich, wie oft man den ‚Aha’-Moment erlebt, wenn etwas Klick macht und die Leistung sich dramatisch verbessert.“ Manchmal geht es dabei um ganz einfache Sachen, wie z. B. eine Veränderung in der Vorbereitung für den Abschlag, eine leichte Anpassung der Haltung, oder vielleicht eine kleine Veränderung in der gedanklichen Herangehensweise. Beim Sport geht es fast immer um Problemlösung und wenn man einmal das Problem erkannt hat, kann die Lösung oft sehr einfach sein. Es ist ein sehr lohnender Prozess, sowohl für den Trainer als auch für den Spieler.

 

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