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February 27, 2026

Drei Fragen an Christian Seiler

Ein Gespräch zwischen zai’s Benedikt und zai Ski-Enthusiast Christian Seiler

Drei Fragen an Christian Seiler

Was bedeutet es Dir, in den Bergen zu sein?

Viel. Seit ich 12 Jahre alt bin gehe ich z’Berg. Wir sind als Kinder in Chur und im Engadin gross geworden. Ich war in der IO und dann im SAC.  Wir gingen z’Berg im Winter wie im Sommer, im Engadin, im Bergell, im Rätikon, und wo’s sonst Schnee, Eis und Fels gab. In den Bergen habe ich viele meiner Freunde kennengelernt.

Ich mag es, allein in den Bergen zu sein. Grad wenn ich eine Solo-Tour plane. Auf welchem Niveau auch immer, ein genauer Plan ist wichtig. Das ist für mich einer der Reize von Bergtouren.

Allein z’Berg – ziemlich egoistisch könnte man sagen. Ein wenig schon, aber gelegentlich gehe ich auch mit der Familie und wenn ich mit anderen unterwegs bin, will ich eine Ahnung haben, wie’s wohin geht, d.h. die Risiken einer Tour zu verkleinern ist noch wichtiger, als wenn man allein unterwegs ist.

Letzten Winter war ich auf gut drei Dutzend Skitouren. Oft waren es dieselben, und doch sind die gleichen jedes Mal anders: das Wetter schöner als erwartet, die Windböen mächtiger und damit der «chill factor» markiger als angekündigt, die Schneeverwehungen gefährlicher als nach Plan; und dann der unpräparierte Schnee überhaupt, immer für unzählige Überraschungen gut.  Neulich habe ich einen mir bekannten, eher stotzigen Hang am Gwächtenhorn im Sustengebiet befahren; zuerst jedenfalls noch befahren. Plötzlich waren da eisige Längsrinnen (2 Wochen früher noch Pulverschnee), und ich musste die Steigeisen anziehen und rückwärts runterklettern. Das gehört dazu. Die dafür nötige zeitliche Marge und Energiereserve gilt es in den Plan einer Bergtour einzubauen.

Manchmal gehe ich hoch - und kehre wieder um wenn’s nicht passt. Oder ich klettere hoch und erkunde einfach ein mir neues Gebiet. Ich bin auch schon umgedreht, weil mir vom Waten im tiefen Schnee auf dem langen Grat vor dem Gipfel des Piz Margna «der Most» ausging. Am nächsten Tag ging’s viel leichter in meiner schon gestampften Spur. Aber die geplante Abfahrt vom Gipfel durchs Nordcouloir wurde nichts wegen Lawinengefahr. Das Herantasten an die Berge ist was mich reizt, sich auf etwas einstellen: geht es? Geht es nicht? Das Abwägen und Umkehren können stehen dabei im Vordergrund.

Was gibt dir zai?

Die Qualität und das Material der Skier beeindrucken mich. Als alter Knochen im siebzigsten mit Skitouren seit dem zwölften Lebensjahr weiss ich vom Unterschied zwischen «Blaukanten»-Holzlatten mit Kabelzugbindung und heutigen Skiern, die ganz leicht den Berg hoch «geschoben» und noch viel müheloser hinuntergeführt werden können. Ausserdem enthalten sie -im Kern- oft immer noch Holz, oder auch Granit, sind so vorgespannt, dass Bruchharsch fahren ein Vergnügen ist, und machen zudem eine bella figura.

Bei diesem neuen Ski, Ihr sagt dem zai Summit, ich finde zai Cima (für die Bergeller Berge) passender, da stimmt fast alles. Ausser dass die Oberfläche etwas anfällig ist auf Schmutz. Das Gewicht ist auch immer ein Thema. Ein leichter Ski ist prima beim Aufstieg – nur, einen ultraleichten Ski wie ihn mein Sohn fährt, nehme ich nicht gerne. Mir passt es, wenn die Ski ein gewisses Gewicht haben; bei nicht ganz harmlosen Abfahrten muss das Zeugs halten.

Welches ist deine nächste Tour?

Ich war noch nie auf der Dufourspitze. Sie steht auf dem Plan für diesen Winter/Frühling. Seit meinem Sturz in eine Spalte des Morteratschgletschers als 17-Jähriger weiss ich gut, dass es solche auch am Monte-Rosagletscher gibt.

Und dann ist da das schon erwähnte Sustengebiet. Aufs Gwächterhorn werde ich wieder gehen. Da gibt es Flanken die steil sind, zwei davon, je nordostwärts ausgerichtet, eine stotziger als die andere. In der flacheren zu stürzen wäre weniger schlimm. Der Aufstieg ist verschieden von der Abfahrtsroute. Ideal wäre aufzusteigen, wo man runterfährt (schon in der IO des SAC so eingetrichtert). Das Umgekehrte muss einen besonders vorsichtig machen.

Als Kardiologe habe ich immer so praktiziert, das Risiko sehr tief zu halten. Das muss so sein. Auf Skiern bin ich vorsichtig mit Ziel, lebendig zurückzukommen. Nur, ein Restrisiko bleibt. Und wenn eine Tour gelingt, ist es immer auch ein Glücksmoment.

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