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Interview mit Matthias Keller

Wir bei zai sind begeisterte Golfer. Um zu erfahren, wie sich die Faszination Golf aus Sicht eines Golfcoachs darstellt, haben sich Benedikt Germanier und Matthias Keller – PGA Professional und Instructor – im Golfclub Bad Ragaz bei strahlendem Sonnenschein und Schweizer Alpenpanorama getroffen.

Lieber Matthias, sag mal… weshalb bist du Golf Pro geworden?

Ich bin als Jugendlicher zum Golfspiel gekommen. Als Ballsport hat es mich gleich fasziniert. Ich war damals 12 Jahre alt. Nach dem Abitur und nach meinem Wehrdienst bin ich gleich in die Ausbildung in Baden-Baden gestartet.

 

Das ist auch schon eine Weile her!

Ja, das war 1994, ich habe dieses Jahr die 25-Jahre PGA Medaille bekommen.

 

Was ist das, was dich denn fasziniert?

Am Golfspiel fasziniert mich das Zusammenspiel von Bewegung und Ball. Beim Golf ist das eine große Herausforderung. Um den Ball richtig zu treffen braucht es viele verschiedene Elemente. Um diesen Herausforderungen Herr zu werden war es nötig, mehr zu erfahren. Eine professionelle Ausbildung war für mich die logische Konsequenz.

 

Was macht am Unterricht Spass?

Der persönliche Kontakt, den Menschen helfen können – wir machen uns keine Vorstellung wie wichtig Golf für viele Leute ist. Da kann ich unterstützen.

 

Wie läuft das ab? Was beinhaltet es, Leuten zu helfen?

Ich schaue mir die Menschen genau an. Was wollen die Leute, was wollen sie verbessern, was ist das Thema. Wenn die Leute kommen, merke ich schon was für ein Typ sie sind. Da geht mir einiges durch den Kopf. Aber ich wollte die körperliche, golfspezifische Situation genauer erfassen. Die Methode zum Test der Physis mit der ich arbeite heisst TPI (Titleist Performance Institute).

Videoanalysen sind aber ebenso wichtig wie moderne Flight Scope/Track Man Analysen um zu verstehen, was im Treffmoment genau geschieht. Woran kann das liegen, dass jemand suboptimal schlägt. Hat jemand die falsche Idee im Kopf? Sind es die Limitationen vom Körper her?

Dies zu erörtern macht nicht nur mir Spaß, sondern auch den Menschen, die zu mir kommen. Golf ist also nicht nur Frust. 😉 Das hat mit Bewegungserfahrungen, Erfolgs- und ‚Aha Erlebnissen‘ und Selbsterkenntnis zu tun. Wir Menschen lernen gerne – das sind Werte die einen erfüllen.

 

Wie läuft so ein Lehr und Lernprozess ab?

Einerseits kommen Leute regelmässig zu mir in die Stunde, manchmal wenn ein akutes Schwungproblem vorliegt. Korrekturen sollen auf die mittel- und langfristige Perspektive sinnvoll sein, um das eigene Potential nutzen zu können. Diesen Herbst plane ich mehrtätige Kurse in Bulgarien und Portugal. Wir spielen zusammen und ich lerne mehr über das Spiel der Lernenden. Die Gruppengröße ist zwischen 6 und 10 Personen. Ich begleite die Flights und coache sie. Ich beobachte immer wieder, dass die Leute da einen grossen Boost erfahren. Die Tage helfen neue Bewegungen zu erfahren und zu verankern. Und in der Gruppe zu trainieren macht einfach Freude – und das ist das perfekte Lernumfeld!

zai’s Benedikt sprach mit Matthias Keller, Golfclub Kiawah (Hessen bei Darmstadt).

www.Golfschule-Keller.de